Menschen mit Zukunft

Krankenstation

Krankenstation RuandaRuanda hat ein Bevölkerungswachstum von mehr als 3,5% und auch bedingt durch den Genozid 1994 einen großen Nachholbedarf an Infrastruktureinrichtungen. Bis in den ärmsten ländlichen Regionen der Bedarf gedeckt werden kann, wird es noch lange dauern.

 

Das Projekt liegt in der Province du Sud, Huye, in MWENDO, die Diözese heißt Butare.

 

Mwendo liegt abseits der Hauptstraße, daher ist für die Bewohner eine Krankenstation zur gesundheitlichen Grundversorgung und als Geburtenstation überlebensnotwendig. Diese Krankenstation dient auch zur Aufklärung über Hygiene, Gesundheitsvorsorge, Sexualität und HIV/Aids. In Mwendo wurde die Grundschule mit einem Kindergarten um eine Berufsschule erweitert. (Die Spenden dafür wurden von Privatpersonen aus Niederösterreich sowie über den Eine Welt Arbeitskreis d. Pfarre Grünau mit verschiedenen Aktivitäten aufgebracht.) Mit der steigenden Schülerzahl wuchs auch das Erfordernis einer Krankenstation, da die nächstgelegenen Krankenhäuser nur durch einen sehr langen Fußmarsch erreicht werden können (Nyanza 20km, Rwaniro 23 km, Butare 40 km). Weiters kann auch die Bevölkerung in den umliegenden Dörfern mitversorgt werden. Die Krankenstation wurde mit Hilfe der Pfarre Loosdorf, Pfarre Grünau, dem Komitee in Puch und Privatpersonen um derzeit € 169.000,– aufgebaut.

 

Es wurden bereits 4 Behandlungsräume errichtet: ein Untersuchungsraum, ein Raum mit  Betten für Frauen, einer für Männer und ein Raum für die Geburten mit 3 Betten, ein Raum für Lager und Technik.

 

Das medizinische Personal besteht aus diplomierten Pflegekräften. Das Personal (zur Zeit 6 inkl. Reinigungskraft) wird von der Gemeinde bezahlt. Die Unterbringung erfolgt vor Ort in einem angrenzenden Gebäude, da der tägliche Weg von oft mehr als 15 km zu beschwerlich ist.

 

Die Behandlungsgebühr wird von einer privat eingezahlten Krankenversicherung abgedeckt. In Ruanda ist es Pflicht, dass sich jede/r versichern lässt. Es gibt im Moment mehrere Organisationen, die den mittellosen Menschen helfen, ihre Versicherung zu decken. Darüber hinaus gibt es aber noch immer Menschen, die trotzdem noch keine Versicherung haben. Dafür gibt es individuelle Lösungen.

 

Die medizinische Grundversorgung wird damit gewährleistet.

 

Ambulant werden folgende Leistungen durchgeführt werden: Blutdruckmessungen (Bluthochdruck und Diabetes sind seit dem Genozid signifikant gestiegen), Blutuntersuchungen auf Malaria, HIV sowie diversen Akutbehandlungen

 

Stationär finden auch Entbindungen statt, wenn Komplikationen zu erwarten sind. Mutter und Säuglinge werden dabei auch auf HIV untersucht.

 

Weiters soll die Krankenstation wichtiges Zentrum für Aufklärung über Hygiene, Gesundheitsvorsorge, Sexualaufklärung durch SozialarbeiterInnen des Staates, Zielgruppe sind vor allem Frauen jeden Alters, werden.

 

Das medizinisches Personal (Arzt oder Ärztin, KrankenpflegerInnen) und Material werden in Folge vom Staat Ruanda bereitgestellt.

 

Da kein Stromanschluss möglich ist, ist die neue Fotovoltaik-Anlage zur Kühlung der Medikament und Blutproben sowie für Licht und einfache medizinische Geräte unumgänglich. Auch zur Nachtabsicherung dient sie sehr.

 

Gesamtgesehen ist die neue Krankenstation ein Segen für das Schulzentrum und die gesamte Umgebung, mit einem Einzugsgebiet von ca. 20.000 Menschen!